"Cool bleiben - Respekt zeigen"

Im Jahr 2008 wurde das Trainingsprogramm „Cool bleiben - Respekt zeigen“ an der Adolf-Reichwein-Schule ins Leben gerufen und findet seitdem einmal wöchentlich mit vier bis neun Schulklassen statt. Die Struktur des Projektes ist, dass mit jeder Klasse mindestens zwei Jahre lang geschlechterspezifisch gearbeitet wird. Dabei geht es vorrangig darum, dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend eine differenzierte und bewusstere Beziehung zu sich selbst entwickeln. Auf dieser Basis wird auch die Beziehung zu den Mitmenschen, zur Umgebung und zur Welt gestärkt. Dies ist die entscheidende Grundlage unseres Trainingsprogramms, dessen Ziel es ist, nachhaltig und gewaltpräventiv zu wirken.

Inhalt

Inhaltlich werden im Projekt „Cool bleiben – Respekt zeigen“ mit den Schülerinnen und Schülern folgende Lebensfelder bearbeitet:

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung entwickeln
  • Selbstwertgefühl stärken
  • Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken
  • Sprachfähigkeit bilden
  • Reflexionsfähigkeit schulen
  • Konflikte verbal lösen - Gewalt vermeiden lernen
  • Respektvolles Miteinander üben
  • Kulturmuster erkennen und reflektieren
  • Toleranzfähigkeit entwickeln gegenüber der Verschieden- und Andersartigkeit von Menschen
  • Alltags- und Lebenskonzepte reflektieren

Innerhalb dieser Felder werden konkret die folgenden Themen behandelt:

Teamfähigkeit, Fairness, Impulskontrolle, Ängste,

Heimat, Familie, Männer- und Frauenbilder, Tradition,

Freundschaft, Liebe, Eifersucht und Neid, „verbotene“ Liebesbeziehung,

frühe Heirat, Zwangsheirat, frühe Schwanger- und Elternschaft,

Umgang mit sozialen Medien, Mobbing.

Methoden

Als methodische Mittel setzen wir ein:

  • Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Entspannungsübungen, Achtsamkeitstraining
  • Teamspiele
  • Musik
  • Szenisches Rollenspiel, Forumtheater
  • Bildnerisches und handwerkliches Gestalten
  • Biografiearbeit
  • Streitschlichtung, Mediation
  • Gemeinsame Aktionen und Ausflüge

Team

Im Team von „Cool bleiben – Respekt zeigen“ arbeiten zwei Trainerinnen und zwei Trainer mit den entsprechenden Qualifikationen aus den folgenden Berufsfeldern: Darstellende Kunst, Musik, Mediation, Systemische Beratung, Interkulturelle Kommunikation, Gender Studies.