Adolf Reichwein (* 3. Oktober 1898 † 20. Oktober 1944) war ein bedeutender Reformpädagoge, Volkskundler und Kulturpolitiker. Über 30 Schulen in Deutschland tragen seinen Namen und halten die Erinnerung an einen mutigen Menschen wach, der als Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen die Nazi-Diktatur tätig war und 1944 im damaligen Strafgefängnis Plötzensee ermordet wird.

In unserer Adolf-Reichwein-Schule beschäftigte sich über Jahre eine Gruppe von Schüler*innen mit dem Leben und Wirken von Adolf Reichwein und steht auch in freundschaftlichem Kontakt zu Sabine Reichwein, der jüngsten Tochter, die in Berlin lebt.

Im März 2017 wurde zum ersten Mal eine Ausstellung der verschiedenen Medienprojekte der letzten Jahre mit einem Dokumentarfilm und vielen Bildtafeln in Form einer 3-teiligen Installation präsentiert, die seitdem auf Wanderschaft geht. Die Ausstellung ist das Ergebnis vieler Prozesse in und ausserhalb der Schule, keine starre Präsentation, sondern das Resultat der engen Zusammenarbeit mit jungen Menschen, die mit Adolf Reichwein an einen Mann erinnern, für den Schule ein lebendiger, humaner Ort war.

Initiiert und über die Jahre begleitet wurde das Projekt von dem Künstler und Medienpädagogen Matthias Schellenberger, der seit 2011 die Projekte in enger Zusammenarbeit mit den Lehrer*innen der Schule für den Verein Vincentino e.V. durchführt. Vincentino e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich besonders der kulturellen Förderung benachteiligter Jugendlicher widmet. Mehr Infos unter www.vincentino.org

Adolf Reichwein Stolperstein