Bukarest: 10.05.15 – 16.05.15

Besuch von Schulen in Bukarest

Die Kolleginnen und Kollegen der Adolf-Reichwein-Schule unterrichten und arbeiten zunehmend mit Schülerinnen und Schülern, die aus südosteuropäischen Ländern kommen. Seit einigen Jahren steigt die Zahl von Kindern und Jugendlichen aus Rumänien. Neben einer ausgeprägten sozio-kulturellen Benachteiligung ist es vor allem die fehlende Sprachkenntnis, die eine Integration und eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht erschwert.  

Viele Kinder und Jugendliche, die jetzt unsere Schule besuchen,  kommen aus Vororten von Bukarest. Für unser Kollegium war die Fahrt zu einem dieser Orte, Buftea-Fantanele, von großer Bedeutung. Wir führten Gespräche mit dem Bürgermeister und einer Schulinspektorin und besuchten die Schule, die zuvor die Schule unserer Schülerinnen und Schüler gewesen war.

Die Unterrichtsbesuche an unserer Gastschule, dem Jean-Monnet Lyzeum und der Roma-Schule in Buftea-Fantanele führten zu einem fachlichen Austausch  über Integration und Inklusion in Rumänien. Die rumänischen Lehrkräfte informierten uns über die bildungspolitische Entwicklung ihres Landes. Die Integration und die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf gelingen partiell. Allerdings findet sich in der rumänischen Schullandschaft ein schmales Angebot an Förderzentren. 

Sprachanimation

Die Sprachanimation wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der drei beteiligten Länder  in gemeinsamer Absprache vorbereitet und durchgeführt, wobei verbale und non-verbale Methoden zur Anwendung kamen. Die Prämisse dabei war, dass alle drei Sprachen gleichberechtigt berücksichtigt wurden.

Die Sprachangebote dienten  der  besseren Kommunikation unter uns Teilnehmenden. Es sollte aber auch darum gehen, wie in Vorbereitung möglicher Schüleraustausche, interkulturelle Sprachkompetenz bei Schülerinnen und Schülern entwickelt werden kann. Auch aus diesem Grunde wurden altersgemäße und das intellektuelle Niveau der Kinder und Jugendlichen erfassende Sprachspiele und Übungen vorgestellt.

Diese Übungen und Spiele wurden täglich von 9:00 -10:00  in den Räumen der Jean-Monnet-Schule durchgeführt.

Die Stadt Bukarest:

Die Teilnehmenden hatten während des Wochenseminars in Berlin in der Zeit vom 12.10.14-17.10.14 wenig Gelegenheit, die Stadt Berlin etwas besser kennen zu lernen. Diesmal erhielten die Teilnehmenden am Montagnachmittag die Gelegenheit, Bukarest individuell kennenzulernen.

Bukarest ist eine wundervolle Stadt!

Interkulturelles Abendessen

Die rumänische Vorbereitungsgruppe überraschte uns mit einem typisch rumänischen Abendessen  und setzte damit die guten Erfahrungen, die an der Adolf-Reichwein-Schule beim letzten Treffen gemacht wurden, fort. Alle übrigen Teilnehmenden waren aufgefordert, landestypischen Speisen anzubieten. Dazu gehörten u.a. französischer Käse und deutsche Wurst- und  Brotsorten.  

Exkursion nach Bran

Am Donnerstag, den 14.05.15 war eine Fahrt nach Bran zum Schloß Dracula geplant. Die Fahrt führte durch Siebenbürgen auch nach Brasov (Kronstadt). Neben einer geschichtlichen Einordnung und Bewertung  durch unsere rumänischen Fachkräfte, erhielten wir einen Eindruck von  der Landschaft und den typischen Dörfern Siebenbürgens.

Evaluation und Ausblick

Die Vorbereitungsgruppe bereitete einen Fragenkatalog vor, der von den Kolleginnen und Kollegen schriftlich beantwortet wurde. Dieses Verfahren hat sich schon bei dem ersten Durchgang an der Adolf-Reichwein-Schule bewährt. Die Teilnehmenden erhielten aber auch die Gelegenheit, sich im Plenum mündlich zum Ablauf der Woche zu äußern. Ein Ausblick mit Anregungen und Wünschen der Beteiligten für die Woche in Marseille, schloss sich dem an.