Schulportrait der Adolf-Reichwein-Schule

 

Die Adolf-Reichwein-Schule in Berlin-Neukölln ist eine Grundschule und Schule der Sekundarstufe 1 mit dem Förderschwerpunkt "Lernen". Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Förderung von ausländlichen und deutschen Kindern in einer Region, die als "sozialer Brennpunkt" gilt: hohe Arbeitslosigkeit, hoher Anteil an Sozialhilfempfängern, erhebliche sprachliche und kulturelle Barrieren, die es zu überwinden gilt.

Die Adolf-Reichwein-Schule bietet den Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe ein differenziertes Angebot für den Erwerb der Kulturtechniken.

Die Schule arbeitet im Schuljahr 17/18 eng mit den von uns betreuten Schulen zusammen:

  • 1. Gemeinschaftsschule Neukölln
  • Löwenzahn-Grundschule
  • Richard-Grundschule
  • Boddin-Grundschule

Die Adolf-Reichwein-Schule versteht ihre Aufgabe als sonderpädagogisches Förderzentrum so, dass sie die genannten allgemeinen Schulen in folgenden Arbeitsfeldern betreut und unterstützt:

- Beratung im Vor- und Umfeld sonderpädagogischer Förderung (Lernbeeinträchtigung, "schwierige" Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, schweres Schulleistungsversagen)
- Begleitung der Schuleingangsphase durch sonderpädagogische Kompetenz
- Unterstützung bei der Entwicklung von Konzepten im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ("temporäre Lerngruppen").

Die Oberstufe zeichnet sich durch ihre mit Betrieben und Kooperationspartnern vernetzte praktische Arbeit aus:

- Lokale berufliche Orientierung (LBO) in Zusammenarbeit mit dem Träger  Alte Feuerwache e.V.
- Handwerkskammer Berlin
- Lokale Projekte gefördert durch das Quartiersmanagement Richard-Platz (Süd)
... u. a. m.

 

Ein Schwerpunkt in den oberen Klassenstufen liegt darin, den Schülerinnen und Schülern durch einen erhöhten Praxisanteil bereits im Vorfeld der beruflichen Ausbildung Einsichten zu vermitteln, die für ihr Arbeitsleben nach der Schule von wesentlicher Bedeutung sind. In mehreren Betriebspraktika werden die Schülerinnen und Schüler mit der außerschulischen Berufs- und Arbeitswelt konfrontiert. Grundsätzlich werden in den 9. und 10. Klassen mehrere Praktika durchgeführt im Umfang von 2x3 Wochen.. Auch in der 8. Klasse werden bereits Praktika durchgeführt. Hier geht es darum ,erste Einblicke in Handwerksberufe zu erhalten und sich in verschiedenen Gewerken "auszuprobieren". Diese "Schnupperkurse" werden schon seit mehreren Jahren von dem IB (Internationaler Bund) angeboten und von den Klassen 8 erfolgreich durchgeführt.

Die Schule bietet für die Schülerinnen und Schüler der Kl. 9. und 10 Arbeit in Schülerfirmen an. Vier Schülerfirmen, das Kids-Cafe, das Nähatelier, die Metallverarbeitung und die Holzwerkstatt wurden innerhalb der Schule gegründet. In den Schülerfirmen erwerben die Schülerinnen und Schüler der  10 arbeitsrelevante Basiskompetenzen und Schlüsselqualifikationen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kids-Cafe bieten den Schülerinnen und Schülern, den Gästen und Mitarbeitern der Adolf-Reichwein-Schule mehrmals in der Woche ein Pausenfrühstück an.

In der Schülerfirma Metallverarbeitung werden von Schülerinnen und Schüler in der Rixdorfer Schmiede  zum Beispiel Nägel und Kerzenständer gefertigt. Die gefertigten Produkte werden auf Weihnachtsmärkten und Schulfesten zum Verkauf angeboten.

Das Nähatelier stellt praktische Artikel her wie

- Turnbeutel und Kissen aus Baumwollstoff
- Kordtaschen
- Schminktaschen
und anderes mehr.

Die Schülerfirma Holzwerkstatt beteiligt sich an Verkaufsständen zu Festtagen und Festveranstaltungen auf bezirklicher Ebene und bietet dort die in der Schülerfirma hergestellten Produkte aus Holz an.